Infos anfragen

5 Fragen an die Anwender: Ronnie Scholer

Dominik Doubek

26.05.2021 09:34 Uhr

Im Rahmen unserer Blog-Reihe "5 Fragen an die Anwender" möchten wir Informationen aus erster Hand weitergeben. Hierzu beantwortet Ronnie Scholer die Fragen, die häufig bei ersten Gesprächen aufkommen. Ronnie Scholer verantwortet einen Bereich in der spanenden Fertigung mit über 30 Mitarbeitern. Den shopfloor.guide verwendet er nun ca. 2 Jahre im Tagesgeschäft.

1. Wie beeinflusst es die tägliche Arbeit?

Inzwischen ist der shopfloor.guide ein fester Bestandteil des Shopfloor Managements über mehrere Führungsebenen. Dabei stellt das Tool eine Arbeitserleichterung für mein Tagesgeschäft dar, denn ich habe alles schnell auf einen Blick verfügbar. In der digitalen Form sind die Informationen einfach und übersichtlich abrufbar. Am wichtigsten ist mir jedoch der permanente Soll-Ist-Abgleich. Damit wurde die Identifikation von konkreten Handlungsfeldern je Anlage deutlich vereinfacht.

2. Wie viel Pflegeaufwand ist es?

Initial gab es natürlich einen Aufwand, bis alle Stillstandsgründe und Schichtmodelle angelegt waren. Sobald dies jedoch erledigt war, habe ich nahezu keinen Pflegeaufwand. Die Dateneingabe erfolgt durch die Mitarbeiter direkt. Auf der Meisterebene erfolgt nur noch eine Auswertung und Prüfung der Daten gemeinsam mit den Teamleitern. Die Arbeit erfolgt direkt im System und generiert keinen zusätzlichen Aufwand. Zudem konnten damit einige zusätzliche Aufschriebe und Exceltabellen abgelöst werden.

3. Wie nutzen Sie das System?

Eigentlich habe ich es, solange ich in meinem Büro sitze, immer in einem Tab mit dem System offen. Dann sehe ich die Zustände und mögliche Abweichungen sofort. Es ist also fester Bestandteil meiner täglichen Routine. Wenn ich morgens in meinen Bereich komme, schaue ich mir in der Übersicht an, welche Anlagen gerade einen Stillstand haben (geplant oder ungeplant) und wie die Leistung von gestern war. Besonders wichtig sind mir dabei die ungeplanten Stillstände. Hier prüfe ich im System, ob schon Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden und wie deren Status ist. Damit bin ich vorbereitet und aussagefähig für meine Shopfloor Management Besprechungen. Ich weiß damit, auf welche Anlagen ich eingehen muss und welche Themen eskaliert werden müssen. Gerade in den Besprechungen hilft das einheitliche Vorgehen, einen Wissenstransfer zu schaffen. Man kann auch über den Tellerrand in die anderen Bereiche schauen und sehen, wie die Themen gelöst haben und so voneinander profitieren.

4. Was hat sich bei der täglichen Führung mit den Mitarbeitern verändert?

Die Mitarbeiter nutzen das Tool mindestens einmal in der Stunde zur Rückmeldung der Ist-Daten. Gleichzeitig sind in dem System die realistischen und benötigten Sollvorgaben hinterlegt und es werden die Gründe für die Nicht-Erreichung dokumentiert. Dadurch hat sich ein ganz anderes Bewusstsein für die Notwendigkeit von Shopfloor Management etabliert. Die Mitarbeiter sind so aktiv in das Shopfloor Management eingebunden und verstehen somit besser die Zusammenhänge. Mit einer solchen Datengrundlage kann gezielt über Schwerpunkte diskutiert werden und ein effektives Abweichungsmanagement mit den Mitarbeitern gelebt werden. Der Problemlöseprozess startet somit direkt am Ort der Wertschöpfung.

5. Wie haben sich die SFM Meetings verändert?

Es gab eine Effizienzsteigerung in den Besprechungen, da nur gezielt auf Anlagen eingegangen wird, die Abweichungen aufweisen. Zusätzlich können die Abweichungen dieser Anlagen bei Bedarf detailliert angeschaut werden. Auch die Maßnahmenverfolgung hat sich deutlich vereinfacht. Es ist sofort ersichtlich, welche Maßnahmen offen sind, bzw. wie der Stand der Maßnahmen ist.
Mit der zugewonnenen Transparenz ist eine gezielte Eskalation möglich. Ein weiterer Vorteil der digitalen Form zeigt sich dann, wenn für einzelne Abweichungen detailliertere Informationen benötigt werden. In diesem Fall kann nahtlos auf allen Ebenen darauf eingegangen werden.

Weitere Blog-Beiträge


Weniger Glutamat, bitte!


Lukas Weber

17.01.2022 10:00 Uhr

Lesen